Funkenflamme zuckte amüsiert mit den Ohren, während er der Kätzin vor sich aufmerksam lauschte. „Ach was“, meinte er schließlich gutmütig und mit einem ermutigenden Funkeln in den Augen, „ich bin mir sicher, du würdest das Jagen ziemlich schnell lernen.“
Als jedoch das Wort Wärmekasten fiel, legte er den Kopf leicht schief, deutlich verwirrt. „Was soll das denn sein? Habe ich noch nie gehört.“ Muss wohl so ein Hauskätzchen Ding sein,welches die Zweibeiner bei sich irgendwo rumstehen haben.
Bei ihrer nächsten Frage nickte er dann stolz und setzte sich etwas gerader hin. „Ganz genau. Allerdings nennen wir es bei uns Clan. Es gibt zwei davon – und ich gehöre zum Frostclan.“ erklärte er und wirkte dabei sichtlich erfreut, dass sie echtes Interesse zeigte.
(@Amber ,tut mir leid dass meine Antwort so lang gedauert hat🥹)
Funkenflammes Mundwinkel zuckten leicht, als er die neugierigen Fragen der Kätzin vernahm. „Unser Futter selbst zu beschaffen? Das ist mit das Schönste überhaupt. Es gibt kaum etwas Befriedigenderes, als auf die Pirsch zu gehen und frische Beute zu erlegen!", schwärmte er. Bei ihrer nächsten Frage schien er einen Moment innezuhalten. „Während der Blattleere ist es tatsächlich eine größere Herausforderung, etwas Essbares aufzutreiben, aber nichts, was unmöglich wäre. Und wegen der Kälte muss man sich keine Sorgen machen, wir haben einen Bau zusammen, wo es angenehm warm ist", erklärte er ihr. Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, ein Leben als Hauskätzchen zu fristen – es schien ihm schlichtweg zu eintönig.
Funkenflamme entlockte es ein kleines, amüsiertes Lachen, als die Kätzin dann doch herunterfiel. Er betrachtete sie einen Moment lang. Ihm fiel auf, dass es kaum einen Unterschied zwischen Hauskätzchen und Clan-Katzen gab – naja, abgesehen davon, dass Hauskatzen etwas gepflegter aussahen. Als sie sich vorstellte und wissen wollte, wie er heißt, rappelte er sich von seiner sitzenden Position in eine stehende auf, während seine Augen stolz funkelten. „Ich bin Funkenflamme, nett, deine Bekanntschaft zu machen, Amber“, erwiderte er. Auf ihre Frage hin, ob er denn keine Menschen hätte, überlegte er kurz und schüttelte dann den Kopf. Er hatte dieses seltsame Wort 'Menschen' noch nie gehört, aber er ging davon aus, dass sie die Zweibeiner meinte, welche fast genauso komisch sind wie das Wort selbst. „Nein, ich wohne hier nicht. Ich wohne im Wald, im Frostclan, falls du es genauer wissen willst“, erklärte er ihr mit einem Grinsen, das immer noch Stolz zeigte. Er war gespannt, was sie dazu sagen würde, und freute sich darauf, mehr darüber zu erzählen.
Funkenflamme entdeckte die schwarz-weiß gefleckte Kätzin auf dem Zaun. Normalerweise schenkte er diesen Hauskätzchen keine Beachtung, aber heute hatte er Lust auf etwas Spaß. Er schlich sich leise an den Zaun heran, die Muskeln angespannt. Mit einem Satz sprang er direkt neben sie auf den Zaun. „BUH!“, rief er so laut er konnte. Funkenflamme kicherte. „Hab ich dich erschreckt?“ Dann begann er, auf dem Zaun auf und ab zu tanzen, wobei er alberne Geräusche machte. Schließlich sprang Funkenflamme vom Zaun, zufrieden mit seinem kleinen Streich. Er tappte einige Male hin und her bevor er anhielt und hoch zur Kätzlin blickte. Ein Glück,dass niemand seiner Clankameraden mitbekam,wie er versucht ein Gespräch mit einer Hauskatze aufzubauen. Aber er hatte nie ein persönliches Problem mit Hauskätzchen. Sie waren ihm mehr oder weniger gleichgültig.
Die Sonne stand schon hoch am Himmel, als Funkenflamme voller Energie den Rand des Zweibeinerortes erreichte. Seine Pfoten brannten förmlich darauf, neue Abenteuer zu erleben. Er hatte sein Lager früh verlassen, die Jagd spielend gemeistert und die Gegend ausgiebig erkundet. Nun, da die Langeweile ihn zu fressen drohte, versprach der Zweibeinerort die perfekte Ablenkung. Ja,natürlich wusste er dass es für Clankatzen mehr oder weniger verboten war,sich hier rumzutreiben. Aber er war schon an allen möglichen Orten und er trieb sich ja nicht immer hier rum. Mit federnden Schritten schlich er sich zwischen den seltsamen, starren Bauten hindurch, die so anders waren als die Bäume und Büsche seines Waldes. Überall lagen merkwürdige, bunte Dinge herum, die glänzten oder raschelten, wenn man sie berührte. Der Geruch war eine Mischung aus unbekannten Düften und dem vertrauten Aroma von Beute, was seine Nase aufgeregt zucken ließ. Plötzlich hörte er ein lautes Geräusch, das ihn kurz innehalten ließ. Ein Ungetüm auf vier Rädern raste vorbei, doch Funkenflamme wich blitzschnell aus. Er musste vorsichtig sein, dieser Ort war voller Überraschungen. Doch die Abenteuerlust war stärker als jede Vorsicht, und so setzte er seinen Weg mit einem frechen Grinsen fort, bereit, die Geheimnisse dieses seltsamen Ortes zu entdecken. Und das Hauskätzchen hier lebten wusste er natürlich auch. Alleine schon der Geruch verriet es.
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