Die Lagerlichtung lag still unter dem fahlen Schein des Abendlichts, als Honigpfote vorsichtig aus dem Schülerbau trat. Ein kühler Wind strich durch ihr Fell und ließ die Blätter am Rand des Lagers leise rascheln. Ihr Herz klopfte schneller als gewöhnlich. Heute war kein gewöhnlicher Abend.
Sie ließ ihren Blick über die Lichtung schweifen. Einige Krieger saßen in kleinen Gruppen beisammen, murmelten leise oder putzten sich das Fell. Doch die Katze, die sie suchte, war nicht sofort zu sehen.
„Hassnebel…“, murmelte sie leise, mehr zu sich selbst als zu jemand anderem. Ihre bernsteinfarbenen Augen glitten weiter bis sie ihn schließlich entdeckte.
Am Rand des Lagers, dort wo die Schatten dichter wurden und das Licht kaum noch hinreichte, saß Hassnebel in einer verbogenen, schattenbefleckten Ecke. Die Zweige über ihm hingen schief, als hätten selbst sie sich von ihm abgewandt. Sein dunkles Fell verschmolz fast mit der Dunkelheit, nur seine Augen blitzten schwach auf.
Mit zügigen, aber bestimmten Schritten überquerte sie die Lichtung, bis sie vor ihm stehen blieb. Sie atmete tief aus damit sie ihre platzende Vorfreude ein wenig legen konnte. Immherin wurde sie Kiegerin. Keine Schülerin
„Hassnebel?“ begann sie mit heller Stimme. "Wie sieht es mit meiner Kriegerzeremonie aus?"
(Oki, da Eisstern bis jetzt nicht aufgetaucht ist, können wir es so machen, dass @Hassnebel Honigpfotes Kriegerzeremonie übernimmt. Du kannst selbst entscheiden, wie sie mit Nachsilbe heissen wird. Ich bin gespannt auf deine Entschiedung hihi)
Honigpfote strahlte vor Freude, als ihr Vater die Meise lobte, und wedelte aufgeregt mit dem Schwanz. „Habe ich gerne gemacht!“ Sie schnurrte laut und nahm einen kleinen Bissen von der Meise, die ihr Vater ihr zuschob, kaute genüsslich und leckte sich die Schnauze. „Mmm, sie ist superlecker! Jedoch mag ich eigentlich am liebsten Wühlmäuse. Die sind so saftig und knusprig!“
Nach einer Weile sprang sie auf die Pfoten, ihre Augen funkelnd vor Aufregung. „Ich geh mal schnell zu meinem Mentor Hassnebel und frag nach, wie meine Kriegerzeremonie laufen wird!“ Mit einem letzten Schnurren und einem wedelnden Schwanz huschte sie aus dem Bau. (@Tümpelflut )
So machte sich Honigpfote heiter auf dem Weg und plusterte ihr Fell auf, als die warmen Sonnenstrahlen des Tages auf ihrem Fell fielen. Sie schloss geniesserisch die Augen und riss sich schliesslich vom Frischbeutehaufen die Meise, welche sie während der Pfrüfung gefangen hatte. Mit erhobenem Scheif und strahlenden Augen tänzelte sie in das Ältestenbau zurück.
"Bin zurück", nuschelte sie durch das Gefieder hindurch und setzte sich neben ihrem Vater. Höflich wartete sie ab, dass ihr Vater den ersten Biss der Beute zu sich nahm, als sie die Meise abgelegt hatte. (@Tümpelflut )
Honigpfote spürte, wie ihr Herz bei den warmen Worten ihres Vaters einen Freudensprung machte. Sie trat näher an @Tümpelflut heran, schmiegte sich sanft an seine Seite und ließ sich von seiner vertrauten Wärme durchströmen, die sie immer an Sicherheit und Geborgenheit erinnerte. Ein leises, glückliches Schnurren stieg in ihrer Kehle auf, während sie den Kopf leicht an seiner Schulter rieb.
„Danke, Vater“, murmelte sie ihre Augen glasig, die Stimme weich vor Rührung. „Deine Worte bedeuten mir alles. Noch mehr, dass du stolz auf mich bist. Ich hab dich so lieb.“
Sie hob den Kopf, ihre Augen leuchteten, und fügte mit einem sanften Schnurren hinzu: „Soll ich uns etwas zum Fressen holen? Unsere letzte gemeinsame Mahlzeit vor meine Kriegerernennung. Wie findest du die Idee?“
Honigpfote erwiderte die warme Geste ihres Vaters und presste sich schnurrend an ihm, bevor sie sich neben ihm niederliess. Noch ganz erfüllt von der Wärme des Glücks, das in ihr nachhallte, schnurrte sie lauthals und fuhr ihre Krallen ein und aus. Ihr Fell war zerzaust vom Wind, ihre Augen schimmerten und ihr Gesichtausdrück strahlte förmlich vor Freude.
„Also… diese letzte Prüfung war schon etwas eigenartig,“ begann sie nach einer Weile des Überlegens belustigt. „Hassnebel hat mir eine Situation nachgestellt, in dem er sich gegen den Clan wendet und die Gesetze bricht. Er meinte, dass er gemordet hätte und seine Lust darauf gestiegen war. Deshalb hätte er mich dahin geführt. Ich habe ihm natürlich nicht geglaubt und wusste sofort das dies eine Teil der Prüfung. Ich bin aber voran gegangen, wie ich es in einem Ernstfall getan hätte und habe ihn in der Überasschung bezwungen.“ Sie brummte zufrieden. "Er meinte, dass er keinen dirketen Angriff von mir erwartet hätte, ich es aber gut gemacht hätte. Er meinte sogat, dass er stolz wäre! Und das war das erste Mal, dass ich überhaupt irgendwas in den Augen dieses Katers gesehen haben. Das macht mich alles einfach so glücklich!". Ein feines Glucksen entwich ihr. „Aber es war eine spezielle Aufgabenstellung. Passt irgendwo durch jedoch zu Hassnebel. Er hat eben seine… ganz eigene Art, Dinge zu prüfen.“
Ich könnte falls du möchtest eine Kätzin erstellen, die deine Mutter wäre ^^. Schreibe mcih auf meinem Gästebuch an, wenn das der Fall wäre @Leinjunges
Der Flechtenvorhang knisterte, als sie hineinrannte, ohne langsam zu werden. Drinnen war es dunkler, kühler. Die Luft roch nach altem Moos, nach Wurzeln und ein Stich nach Mäusegalle.
„Vater?“, rief sie mit vor Freude bebende Stimme. Sie erkannte den Kater im hinteren Ecke der Ecke und hüpfte gleich dorthin. „Ich bin durch!“, platzte sie heraus. „Die Prüfung. Ich habe sie geschafft! Ich musste ein Fisch, einen Vogel und eine Maus jagen! Ich habe das perfekt absolviert! Dann hat mich Hassnebel auf Probe gestellt und musste zeigen, wie in einer Situation reagieren würde, wenn jemand aus dem Clan uns verraten würde. Und nach ihm war meine Reaktion darauf gut und er meinte gleich darauf, dass ich mehr als bereit bin eine Kriegerin zu werden!“.
Sie holte Luft, kurz, als müsste sie sich selbst daran erinnern, was sie sagen wollte und kurz eine Pause von dem ganzern rattern machen. "Ich bin einfach so glücklich! Und ich habe dich nie vergessen, als ich da draußen war. Ich habe immer an dich gedacht, als ich sprang, als ich schlug, als ich mich verteidigt habe.“
Als sie sich dem Lager näherte, spürte sie wie sie eine weitere Welle der Adrenalin traf. Sie war aufgeregt darauf ihrem Vater von allem zu erzählen. Sie duckte sich hindurch des Dornentunnels, während eine Teil der gefangene Beute in ihrem Maul lastete. Sie marschierte auf das Frischebeuthaufen zu und liess die Meise, wie den Fisch auf diesen Haufen.
„Danke, dass du mich geprüft hast“, wandte sich Honigpfot erneut hastig zu Hassnebel und sagte schnell: „Ich… ich werde jetzt zu meinem Vater gehen. Ich muss ihm das erzählen! Danke das du mein Mentor gewesen bist“
Sie schob sich an Hassnebel vorbei und stürmte los in Richtung des Ältestenbaus. Der Flechtenvorhang knisterte, als sie hineinrannte, ohne langsam zu werden. (--> Ältestenbau)
Sie folgte mit vor Freude kribbelndem Fellkleid ihren Mentor. Am liebsten würde sie nun ihre ganze Energie nutzen, um in den Lager zu stürmen und ihrem Vater von ihrem Erfolg zu erzählen. Sie riess sich aber zusammen und hielt sich an der Seite des schwarzen Kater. Sie war ja kein Junges mehr. Sondern fast eine Kriegerin! (--> Lager). (Ehrlichgesagt würde ich gerne noch so zwei Wochen warten bis Honigpfote Kriegerin wird, da ich bevorzugen würde, dass Eisstern die Zeremonie einleitet. Wenn sie nach diesen zwei Wochen immer noch inaktiv ist dann würde ich vorschlagen, dass Schneestern irgendwie davon erfährt, dass die Anführerin im Frost-Clan derzeitig nicht umher ist und er deshalb die Zermonie durchführt. Wäre das in Ordnung, @Hassnebel ? ^^)
Honigpfote spürte, wie ihr Herz kurz stolperte, als Hassnebel sich mit überraschender Kraft von ihr befreite, ihr gegen den Bauch schlug und ihr dann zwei schnelle, scharfe Pfotenstöße Richtung Ohr versetzte. Sie taumelte zurück, ihr Fell sträubte sich, ihr Atem ging kurz schneller. Doch sie war weder verletzt noch wirklich erschrocken. Sie sah seine Haltung, seine Art, wie er sich zurückzog, und wusste instinktiv: das war keine echte Wut, das war eine Bewegung im Rahmen der Prüfung.
Als er sich aufrichtete, mit diesem seltsam leeren Blick, der durch sie hindurchzugehen schien, blieb sie einen Moment stehen, Schultern noch gespannt, Ohren vorsichtig nach vorn gelegt. Sie sah, wie er langsam die Pfoten federnd setzte, wie er sich straffte, und dann nickte.
Als er seine Worte sprach, brannten sie sich sofort in ihr fest.
„Ich dachte, du wärst eher der Verhandlungstyp.“
Honigpfotes Ohren zuckten kurz und sie zuckte mit dem Ohr. Sie hatte selbst nicht gewusst, wie sie reagieren würde, ob sie sprechen, zögern oder sich zurückhalten würde. Sie war nur nach ihrem natürlichen Instinkt gegangen und hatte gleichzeitig ihr Verstand eingesetzt.
Ihre Augen fingen bei seinen nächsten Worten vor Freude und heisser Dankbarkeit zu leuchten. „Dass du stolz bist“, sagte sie mit feierlicher Stimme, „ist das Beste, was ich heute hören konnte." Sie legte ihre Pfote vorsichtig auf den Stein, nah an ihm, aber ohne ihn zu berühren.
„Ausserdem kann ich mir jetzt zu hundert Prozent sicher sein, dass ich bereit bin Kriegerin zu werden!“, meinte sie, mit einem strahlendem Ausdruck auf ihrem Gesicht, das sich bis in ihre Augen ausbreitete, „fehlt nur noch die Zeremonie!"
Honigpfote spürte, wie ein kalter Schauer über ihren Rücken zog, als @Hassnebel hinter ihr auftauchte. Seine sonst stets monotone, unbeeindrukckte Stimme, die plötzlich glatt und gefährlich klang, beunruhigte sie. Ein Teil von ihr wollte sich ducken, davonlaufen oder einfach nur stumm dastehen, doch ihr Jagdinstinkt, ihr Kampftraining und ihr Stolz schlugen sofort zu.
Bevor Hassnebel auch nur richtig ausgesprochen hatte, dass sie hier allein war und niemand ihren Schrei hören würde, spannte sich ihr ganzer Körper. Ihre Muskeln spannten sich wie gespannte Bänder, ihre Augen wurden schmal, ihr Blick fokussierte sich nicht auf das Wasser, sondern auf ihn.
Sie zögerte nicht.
Mit einem schnellen, präzisen Schritt wich sie leicht zur Seite. Nicht fluchtartig, sondern wie ein Katze, die sich zum Angriff sammelt. Dann schoss sie nach vorn, Schulter weggeduckt, Pfoten vorgestreckt, traf ihn an der Schulter, schlug mit ihren Pfoten zu, ohne ihn zu verletzen, aber mit so viel Kraft, dass er überrascht nach hinten taumelte und ihm beinahe aus dem Gleichgewicht brachte.
Sie nutzte diesen Schwächemoment aus und in einem Sekundenbruchteil war sie über ihm, ihre Pfoten auf seiner Brust, ihre Pfoten leicht angelegt, aber mit genug Druck, dass er ihr nicht so leicht entkommen konnte. Mit einem schnellen, sicheren Schritt schob sie sich seitlich, um ihn am Boden festzunageln. Sie hielt ihn mit ihrem Körper, ihren Pfoten und ihrer Präsenz, nicht mit Gewalt, sondern mit Kontrolle.
Ihr Atem war kurz, aber kontrolliert. Ihr Blick war klar, ihr Schwanz ruhig an der Seite.
„Ich weiß genau, dass das alles nur Teil der Prüfung ist“, sagte sie mit fester, klarer Stimme, ohne zu stottern. Sie sah ihm direkt in die Augen, ihr Blick wach und herausfordernd. "Da sind viele Gründe die dafür sprechen. Der wichtigste von allem ist aber, dass du ein treuer, gesetzergebener Krieger bist. Selbst mit deiner gewöhnungsbedürftige Art"
Sie hielt kurz inne, ihre Pfoten blieben auf ihm, ihr Körper angespannt, aber nicht zitternd. „Ich lasse mich nicht einschüchtern. Egal von wem“, sagte sie, diesmal mit einem Unterton von Stolz, „Du hast mich hierhergebracht, um zu sehen, ob ich kämpfe. Also kämpfe ich. Und ich kämpfe nicht wie ein Feigling, der vor Angst schreit, sondern wie eine Kriegerin, die weiß, dass sie sich verteidigen kann.“
Honigpfote nahm einen zügigen Traben an bis sie das vertrauten Rauschen hörte. Der Wasserfall lag nicht weit entfernt, ein schmaler, klarer Strom, der sich in die Tiefe stürzte und dabei feinen Sprühnebel in die Luft warf. Die Luft war feucht, kühl und roch frisch, wie nach einem kurzen Regenschauer. Das Gewässer, welches sich vor ihren Pfoten breit machte, spiegelte sich in der ansteigenden Morgensonne.
Honigpfote trat vorsichtig auf den oberen Steinen näher an den Rand, spürte die Gischt auf ihrem Fell und das leichte Zittern des Gesteins unter ihren Pfoten. Sie blinzelte, bis ihre Augen sich an das Licht und die Bewegung gewöhnt hatten. Unter ihr strömte das Wasser hell und klar, und zwischen den schäumenden Blasen erkannte sie hin und wieder den Silberstreifen eines Fisches.
„Okay“, murmelte sie, „nur keinen Druck aufbauen. Ich kann das.“
Sie duckte sich ein wenig, legte den Schweif ruhig an die Seite achtete kein Schatten auf die Oberfläche zu werfen und spannte ihre Muskeln an. Langsam, mit konzentrierter Gelassenheit, setzte sie sich auf den Stein direkt am Rand, legte die Pfoten leicht gespreizt ab und betrachtete das Spiel des Wassers.
Ein paar Herzschläge später sah sie ihn: einen mittelgroßen, glänzenden Fisch, der sich nahe am Ufer vorbei schob, mal sichtbar, mal von Luftbläschen und Gischt versteckt. Honigpfote beobachtete seine Bewegung, maß den Abstand, den sie brauchte, und hielt die Luft kurz an.
Dann schoss sie zu mit gezieltem, präzisem Schwung. Eine Pfote schlug ins Wasser, führte sich wie ein kurzer, bestimmt gezogener Strich, und im nächsten Augenblick spürte sie den glatten, zappelnden Körper des Fisches zwischen ihren Krallen. Sofort zog sie die Pfote zurück, drehte sie leicht, bis der Fisch sicher auf dem Stein lag.
„Ja!“, entfuhr es ihr flüsternd, ein kleines, ehrliches Lächeln huschte über ihr Gesicht. Sie legte den Fisch vorsichtig zu den anderen Beutetieren, prüfte kurz, ob er unversehrt war, und richtete sich dann auf. Die Prüfung war absolviert. Die Kätzin drehte sich um und erhoffte auf die Erscheinung von ihrem Mentor @Hassnebel
Frische Luft schlug ihr entgegen, milde, mit dem Geruch von saftigem Gras, frischen Blüten, feuchter Erde und mit all den verschiedenen Aromen des Waldes. Sie atmete tief ein, straffte ihren Rücken und sah sich kurz um.
„Okay, dann fang ich mit einem Vogel an“, murmelte sie vor sich hin. Sie war nicht nervös, nur voller Tatendrang. Sie drang ein wenig tiefer in den Wald ein, zu dem Bereich, welches für die viele Beute bekannt war. Besonders jetzt in der Blattfrische.
Honigpfote öffnete dem Maul und erkannte eine schwache Spur von einem Vogel. Sie schlich los, Pfoten leicht, Körper tief, Augen aufmerksam. Sie wusste, dass jede Bewegung zählte. Kein Fehler, keine vorschnelle Reaktion, nichts, was ihrem Mentor enttäuschen könnte.
Nach ein paar Augenblicken entdeckte sie eine kleine Meise auf einem niedrigen Ast einer Esche. Das Vogelchen hüpste unruhig hin und her, noch völlig ahnungslos. Honigpfote spannte ihre Muskeln, zählte innerlich bis drei. Dann setzte sie sich mit einem schnellen, aber präzisen Sprung nach oben in Bewegung.
Ihre Pfoten schlossen sich um den Vogel, und einen Herzschlag später landete sie elegant wieder auf dem Boden. Sie vergrub die Meise.
„Gut, Vogel erledigt“, sagte sie leise, nickte sich selbst bestätigend zu und machte sich sofort auf zur nächsten Aufgabe: Maus.
Sie sog erneut die Luft ein und erkannte überasschenderweise eine sehr frische Spur in der Nähe. Sie bewegte sich nun in die langen Gräser von wo der Duft kam.
Als sie die kleine Spitzmaus entdeckte, blieb sie kurz stehen, zwang sich aber, ruhig zu bleiben. Sie war nicht mehr das Junge, das vorschnell aufsprang. Sie schlich sich näher, jede Pfote mit Bedacht gesetzt. Dann ein schneller, sauberer Sprung. Die Maus war gefangen, ohne unnötiges Zappeln, ohne unnötige Gewalt. Honigpfote legte sie neben den Vogel, sah kurz auf ihre Beute und lächelte zufrieden.
„Zwei von drei“, murmelte sie. ,,Wasserfall ich komme!.“
Honigpfote nickte sofort, ihre Augen leuchteten, als hätte man ihr gerade die beste Nachricht ihres Lebens gegeben. Sie konnte sich ein breites, aufgeregtes Schnurren nicht verkneifen. Ein Vogel, eine Maus, ein Fisch. Das war nicht nur eine Aufgabe, das war ihre Chance, endlich zu zeigen, was sie konnte.
„Verstanden“, sagte sie schnell, doch mit klarer, ruhiger Stimme. Sie wusste genau, wie wichtig die Kriegerprüfung war. Darauf hat sie all diese Monde hintrainiert. Ohne diese bestandene Prüfung könnte sie nicht Kriegerin werden. Es war also extrem wichtig und das war Honigpfote klar. Aber statt Angst zu spüren, strahlte sie nur vor Energie. Ohne zu zögern, drehte sie sich um und sprang in Richtung Lagerausgang Sie straffte ihren schlanken Körper, schüttelte einmal kurz ihr Fell, als müsse sie jede Unsicherheit abschütteln, und setzte sich mit federnden Schritten in Bewegung Richtung Lagerausgang.
Honigpfotes Schweif schnellte erhoben in die Höhe, ihre Augen leuchteten vor Begeisterung. „Ja, ich bin bereit!“ antwortete sie ohne das kleinste Zögern, die Stimme fest wie ein Felsbrocken im Sturm. Jede Faser ihres Körpers schien vor Energie zu vibrieren, ihre Muskeln gespannt, als könne sie es kaum erwarten, loszulaufen.
„Ich hab für diesen Moment trainiert, seit ich Schüler wurde,“ fügte sie eifrig hinzu, der Ton von Gewissheit durchzogen. „Ich will zeigen, dass ich es verdient habe, eine Kriegerin des Clans zu sein.“
Mit klopfendem Herzen stürmte Honigpfote auf die Lichtung hinaus. Die Sonne war gerade über die Baumspitzen gekrochen, und das Lager erwachte langsam zum Leben. Doch Honigpfote hatte keine Zeit, all das zu beachten. Heute war der Tag der Kriegerprüfung! Ihre Pfoten wirbelten Staub auf, als sie sich im Kreis drehte und suchend den Blick über die Nester schweifen ließ. Wo war @Hassnebel?
Die ersten Sonnenstrahlen fielen durch die Ritzen des Schülerbaus und glitten über Honigpfotes Pelz. Sie blinzelte schläfrig, streckte sich und sog die kühle Morgenluft ein bis ihr plötzlich alles wieder klar wurde. Heute war ihre Kriegerprüfung.
Im selben Herzschlag weitete sich ihr Blick, und ein Gedanke traf sie wie ein Schlag: Sie hatte ihrem Vater noch gar nichts davon erzählt. „Oh nein!“ stieß sie halblaut aus, sprang auf die Pfoten und war im nächsten Moment schon aus dem Schülerbau verschwunden.
Ihre Pfoten trommelten über den Lagerboden, Staub und Moos wirbelten auf, während sie zielgerichtet zum Ältestenbau lief. Der vertraute Geruch von alten Nestern und Kräutern umfing sie, als sie den Kopf durch den Eingang steckte.
„Papa!“, rief sie aufgeregt, kaum dass sie ihn sah. „Ich wollte’s dir gestern sagen, aber ich bin einfach eingeschlafen. Meine Prüfung ist heute!“ Ihre Stimme klang hell und drängend, voller gespannter Freude. „Ich wollte, dass du’s weißt, bevor ich gehe!“ (@Tümpelflut )
Als die Sonne hinter den Baumspitzen versank und das Lager in weiches Dämmerlicht tauchte, schob sich Honigpfote durch den Eingang des Schülerbaus. Der vertraute Geruch nach Moos und getrocknetem Gras begrüßte sie, warm und beruhigend. Sie ließ sich in ihr Nest sinken, spürte das kühle Moos unter ihrem Pelz und schloss langsam die Augen.
Bilder glitten durch ihren Kopf: Ihr erster Tag als Schülerin, Nelkenschweifs geduldige Stimme am Fluss, die ersten unbeholfenen Jagdversuche, die lustige Zeiten mit den anderen Schülern und nun ihre letzte Tage als Schülerin. All das zog an ihr vorbei wie leise Schatten der Erinnerung.
Wie ich wohl heissen würde? Mit dieser Frage wurde Honigpfotes Atem ruhiger und gleichmäßiger, und kaum hatte sie sich versehen, da war sie schon in einem tiefen, friedlichen Schlaf versunken.
(Für Honigpfote kannst du dir ein Kriegernamen ausdenken @Eisstern . Ich lasse mich überraschen! ^-^)
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